Ginkgo – Gut für unser Gedächtnis und die Konzentration ?

22.11.2018 09:53

Was ist Ginkgo und woher stammt er?

Ginkgo, das Wort stammt aus dem Chinesischen und ist abgeleitet von "Gin-kyo", was "Silber-Aprikose" bedeutet. Der Ginkgo Baum scheint mit der älteste Baum zu sein, den wir auf Erden noch haben.  In Fossilien fanden sich Spuren von Ginkgobäumen, aus der gleichen Zeit, als wohl unser Planet noch von Dinosauriern bevölkert war. Daher scheint es, als wäre er mehrere Millionen Jahre alt. Der Ginkgo ist auch als "Lebensbaum" bekannt. Es geht die Sage, dass in Hiroshima, als alles Leben von der Atombombe ausgelöscht war, der Ginkgobaum das erste Gewächs war, welches wieder zum Leben erwachte und neue Blätter bildete. Der Ginkgobaum hat ein natürliches Schutzschild und ist extrem anpassungsfähig. Im alten China waren die Blätter des Ginkgo so wertvoll, dass sie sogar als Tauschmittel verwendet wurden, anstatt Geld oder Gold. In Japan ist der Ginkgo Baum als Glücksbringer bekannt und wird bis heute verehrt. Kein Wunder. Der Ginkgo steht für enorme Fruchtbarkeit und Überlebenskraft.

 

Ginkgo Biloba - Woher stammt dieser Name?

Carl von Linné, ein schwedischer Wissenschaftler, fügte das Wort "Biloba" später zum Ginkgo hinzu, "Biloba" geht auf die Zweigliedrigkeit des Ginkgo Blattes zurück. Der Gingko Baum bekam im Laufe der Jahrhunderte jede Menge Namen, von Elefantenohrbaum, bis über Fächerblattbaum ist alles dabei. Der bekannteste Name für ihn ist "Tempelbaum", da er in den Tempelanlagen Japans und Koreas noch heute angepflanzt wird. Ursprünglich also aus dem asiatischen Raum, allen voran aus China, fand der Ginkgo Baum aber seinen Weg auch nach Europa. Er wurde regelrecht geschmuggelt, da die Strafen für Ginkgo Raub sehr hoch waren!

Aber was macht Ginkgo nun so wertvoll?

Es sind 3 Stoffe: Die Ginkgolide, Bilobalide und Flavonoide. Die Flavonoide sind hinreichend erforscht und für ihren hervorragenden Zellschutz bekannt. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Die beiden anderen Stoffe, Bilobalide und Ginkgolide gehören zur Gruppe der Terpene. Man kennt Ginkgo vor allem für die Verbesserung der Gedächtnisleistung. Aber nicht nur hier ist Ginkgo wirksam: Durch seine durchblutungsfördernde Wirkung kann der komplette Körper, jede Zelle wieder sehr gut mit Sauerstoff versorgt werden. Das kann wertvoll sein bei Schmerzen, bei Tinnitus und sogar bei Asthma.

Ginkgo gegen Alzheimer und Demenz

Im Gegensatz zu anderen Antidementiva zeigt Ginkgo hier nicht gleich eine Wirkung, sondern braucht ein Weilchen. Allerdings fanden Studien heraus, dass durch die Einnahme von Ginkgo ein besserer Verlauf entstehen kann. Durch die bessere Durchblutung der Hirnzellen klappt die Kommunikation zwischen ihnen einfach wieder besser. Oft ist ja eine mangelnde Durchblutung des Gehirns schuld an Gedächtnisverlusten. Keine Studie ergab einen Nachteil durch die Einnahme von Ginkgo Extrakten (Siehe Studie 1) und eine weitere Studie zeigte positive Effekte auf die Konzentrationsfähigkeit (Siehe Studie 2)

Ginkgo gegen Tinnitus

Da Ginkgo die Durchblutung fördert, kann hier schon eine Besserung der leidigen Symptome des Tinnitus erfolgen. Eine Besserung ist hier also möglich (Siehe Studie 3)

Ginkgo gegen Asthma

Hier fand eine chinesische Studie heraus, dass aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung des Ginkgo Extrakts eine Besserung der asthmatischen Symptome erfolgen kann. Die Flavonolglykoside scheinen eine anti-allergische Auswirkung zu haben und das Immunsystem zu stärken. (Siehe Studie 4)

Fazit:

Die in Ginkgo Biloba enthaltenen Flavonoide wirken insgesamt auf den Körper durchblutungsfördernd. Daher können sie bei einer Vielzahl von Beschwerden, verursacht von mangelnder Durchblutung, wirksam werden. Studien haben hier gezeigt, dass Ginkgo Biloba auf jeden Fall einen positiven Effekt auf die Gedächtnisleistung bei Gesunden hat, im Immunsystem förderlich wirkt und auch gegen Kopfschmerzen und Migräne wirksam sein kann. (Siehe Studien 5 und 6) Die zukünftigen Studien werden zeigen, was der gute alte Lebensbaum noch so alles kann. Man darf gespannt sein!  

Quellen- & Studiennachweise:

  • Studie 1: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26058281
  • Studie 2: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25214391
  • Studie 3: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26204362
  • Studie 4: http://www.mdpi.com/1420-3049/16/9/7634
  • Studie 5: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23538078
  • Studie 6: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24867850