L-Arginin eine der wichtigsten Aminosäuren

14.10.2017 22:01

L-Arginin

L-Arginin ist eine der wichtigsten Aminosäuren. Diese ist maßgeblich an verschiedenen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt und sorgt dafür, dass alle Abläufe – auch in Stresssituationen – reibungslos funktionieren. L-Arginin kann sich sowohl auf die Potenz als auf den Muskelaufbau positiv auswirken. Und auch Nicht-Sportler können von den positiven Wirkungen dieser kraftvollen Aminosäure profitieren, da diese insgesamt die Leistungsfähigkeit erhöhen und positive Auswirkungen auf das Immunsystem haben kann. Ebenso kann die Aminosäure zu einer gesunden Funktion von Herz und Gefäßen beitragen sowie die Insulinresistenz bei Diabetes verbessern. Mehrere wissenschaftliche Studien belegen die positiven Eigenschaften von L-Arginin.


Allgemeine Informationen

L-Arginin (auch Arginin) ist eine so genannte semi-essentielle, proteinogene Aminosäure. Semi-essentiell bedeutet, dass L-Arginin sowohl über die Nahrung aufgenommen wird als auch vom Körper aus anderen Aminosäuren und Vitaminen gebildet werden kann. Proteinogen bedeutet, dass aus L-Arginin nicht nur Enzyme und Neurotransmitter gebildet werden, sondern auch Haut, Muskeln und Haare. L-Arginin beinhaltet vier Stickstoffgruppen und enthält somit mehr Stickstoff als andere Aminosäuren. Die wichtige Aminosäure ist unter anderem für die Entstehung von Stickstoffmonoxid verantwortlich, welches die Muskeln und Gefäße entspannt. Als Resultat dieser Entspannung tritt eine vermehrte Durchblutung der einzelnen Körperteile ein – was sich unter anderem positiv auf die Potenz auswirken kann. Eine weitere wichtige Eigenschaft von L-Arginin ist die Förderung des Muskelaufbaus, hervorgerufen durch einen Anstieg der anabolen Hormone im Körper. Besonders in Stresssituationen, z.B. harte Trainingsbelastungen, kann eine zusätzliche Einnahme von L-Arginin sehr wichtig für einen effektiven Muskelaufbau sein. Die Eigenschaft von L-Arginin, Stickstoffmonoxid in die Muskulatur einzuleiten, sorgt für einen besseren Muskel-Pump. Dies hat zur Folge, dass die Muskulatur insgesamt wesentlich besser mit Nährstoffen versorgt wird und dementsprechend effektiver und schneller aufgebaut wird.

Besonders Erfolgversprechend sind Produkte, die hoch dosiertes, durch Fermentation gewonnenes L-Arginin enthalten.

Noch ein Expertentipp:

Um die volle Potenz steigernde Wirkung von L-Arginin zu nutzen, kann eine Kombination aus L-Arginin und Maca, das für seine die Libido fördernden Eigenschaften bekannt ist, sinnvoll sein.


Vorteile von L-Arginin auf einen Blick
  • Kann sich positiv auf die Potenz und Ausdauer auswirken
  • Kann sich positiv auf den Muskelaufbau und die Leistungsfähigkeit auswirken
  • Optimale Nahrungsergänzung für Sportler und Nichtsportler

Nahrungsmittel, die viel L-Arginin enthalten

  • Schweinefleisch (roh): 1,4 g/100 g (nach dem Garen weniger)
  • Hähnchenbrust (roh): 1,4 g/100 g (nach dem Garen weniger)
  • Erdnüsse: 3,4 g/100 g
  • Andere Nüsse (vor allem Walnüsse, Cashewkerne): 2,2 g/100 g
  • Pinienkerne: 2,4 g/100 g
  • Sojabohnen: 2,2 g/100 g
  • Weizenkeime: 2,2 g/100 g
  • Haselnüsse: 2,0 g/100 g
  • Garnelen: 1,7 g/100 g
  • Thunfisch: 1,2 g/100 g
  • Haferflocken: 0,85 g/100 g

Wirkung von L-Arginin

Die Aminosäure L-Arginin ist an vielen körperlichen Prozessen beteiligt. Mehrere wissenschaftliche Studien belegen den hohen Nutzen für die Gesundheit und Fitness sowohl bei Sportlern als auch bei Nichtsportlern. Unter anderem wurde eine Potenz steigernde Wirkung bei den Probanden nachgewiesen. Und sportlich aktive Menschen können von der positiven Auswirkung auf den Muskelaufbau profitieren. Und auch Sportabstinenten sind mit einer zusätzlichen Einnahme von L-Arginin auf der sicheren Seite, denn diese wichtige Aminosäure kann die Leistungsfähigkeit bei allen Menschen steigern.

L-Arginin für Sportler

Eine Nahrungsergänzung mit hochwertigem L-Arginin kann den Muskelaufbau fördern und das Immunsystem stärken und demzufolge das gesamte Training effektiver und gesünder gestalten. Die zielgerichtete Vergrößerung der Muskulatur wird durch eine Erhöhung physischer Widerstände erreicht. Durch diese Belastungen entsteht entweder eine Muskelhypertrophie (Verdickung der Muskelfasern) oder eine Muskelhyperplasie, bei der neue Muskelfasern gebildet werden.

Aufbau und Funktion von Muskeln

Der Mensch besitzt 656 Muskeln, die bis zu circa 40 % des Körpergewichts ausmachen können. Die Muskulatur dient primär dazu, bestimmte Bewegungen auszuführen. Durch den permanenten Wechsel von Anspannung und Entspannung von Muskeln wird die Fortbewegung eines Körpers ermöglicht. Und auch Tätigkeiten können nur durch die Aktivierung bestimmter Muskeln praktiziert werden. Genauso ist die Muskulatur auch für viele unwillkürliche Körperfunktionen zuständig. Die Muskulatur kann durch gezieltes Bodybuilding aufgebaut werden und so für einen attraktiveren Körper sorgen.

Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Muskeln:

  • Die quer gestreifte Muskulatur
  • Die glatte Muskulatur

Die quer gestreifte Muskulatur, dazu gehören die Skelettmuskulatur sowie die Herzmuskulatur, übernimmt die permanente Aktivität des Körpers. Unterschieden wird hierbei folgendermaßen: Die Skelettmuskeln können bewusst zur Fortbewegung und für andere Tätigkeiten genutzt werden, während sich die Herzmuskeln und die glatte Muskulatur (viszerale Muskulatur), die sich hauptsächlich im Magen-Darm-Trakt befindet, nicht willentlich steuern lassen.

Bei einer Kontraktion der Muskeln werden die Eiweißmoleküle (Aktin und Myosin) ineinander verschoben. Bleiben die entsprechenden Nervenimpulse aus, erschlafft die Muskulatur wieder. Nur eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Muskeln sorgt für eine optimale Kraftnutzung. Diese körperlichen Funktionen werden durch Agonisten (Spieler) und Antagonisten (Gegenspieler) realisiert, die jeweils wechselseitig für eine Anspannung und Entspannung sorgen und so die Muskulatur vor einer Verletzung oder Überdehnung bewahren.

Um die körperlichen Ressourcen voll auszuschöpfen und die Muskelbildung effektiv zu forcieren, ist eine spezielle Sportlernahrung sehr empfehlenswert. Die Aminosäure L-Arginin ist bestens geeignet, um schnelle und beachtenswerte Erfolge beim Muskelaufbau zu erzielen.Der erhöhte Bedarf bei Sportlern an dieser semi-essentiellen Aminosäure ist wissenschaftlich bewiesen.


L-Arginin für aktive Männer

Eine hohe Potenz zu haben, ist für die meisten Männer sehr wichtig – ihr Selbstwertgefühl definiert sich häufig über eine starke Manneskraft.

Allerdings sieht die Realität anders aus: Mehreren Studien zufolge leidet jeder zweite Mann über 40 unter einer erektilen Dysfunktion. Erektionsstörungen sind also ganz normal, auch wenn kein Mann zugeben möchte, dass ausgerechnet er davon betroffen ist.

Ursachen für eine Erektionsstörung

Viele verschiedene Ursachen können eine erektile Dysfunktion auslösen. Meistens liegen Krankheiten vor, die sich über eine verminderte Potenz bemerkbar machen.

Zu diesen Krankheiten zählen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erektionsstörungen können Vorboten für einen späteren Herzinfarkt/Schlaganfall sein
  • Ein bestehender Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose
  • Schwellkörperverletzung

Weitere mögliche Gründe:

  • Alkoholmissbrauch
  • Hoher Tabakkonsum
  • Übergewicht
  • Medikamente
  • Nervenschädigungen
  • Psychische Probleme
  • Testosteronmangel

Um die Ursache für eine erektile Dysfunktion zu ermitteln, sollten Betroffene zuerst einen Arzt konsultieren. Dieser verschreibt dann wahrscheinlich einen so genannten „PDE-5-Hemmer“, welcher für einen ungehinderten Bluteinfluss im Penis und damit für eine Erektion sorgt. Diese Medikamente, wie zum Beispiel Viagra, sind hochwirksam (Erfolgsquote: ca.70 %), können aber auch unangenehme Nebenwirkungen haben.

Um diese unerwünschten Begleiterscheinungen zu umgehen, wird als Therapie häufig eine Behandlung mit der natürlichen Aminosäure L-Arginin verordnet. Dies hat den Vorteil, dass Nebenwirkungen, die häufig bei der Einnahme von allopathischen Mitteln auftreten, nicht zu befürchten sind. Die hohe Wirksamkeit der natürlichen Aminosäure L-Arginin kann eine sehr gute Alternative zu den herkömmlichen schulmedizinischen Medikamenten sein. Mehrere wissenschaftliche Studien belegen den Erfolg einer Behandlung mit L-Arginin bei erektiler Dysfunktion.

L-Arginin für Herz und Gefäße

Zahlreiche Mikronährstoffe sind an der Gesunderhaltung von Herz und Gefäßen beteiligt. Eine besondere Rolle übernimmt hierbei die semi-essentielle Aminosäure L-Arginin. Dieses produzierte Stickstoffmonoxid, was wiederum für eine Erweiterung der Blutgefäße verantwortlich ist und demzufolge die kardiale und periphere Durchblutung eklatant verbessern kann, was zur Senkung eines hohen Blutdrucks führen kann. Aufgrund der Blutgefäße erweiternden Wirkung wird L-Arginin auch häufig zur Linderung bei Angina pectoris eingesetzt. Und auch die Blutfettwerte können durch die Aminosäure verbessert und einer Arteriosklerose und der Oxidation des LDL-Cholesterins entgegengewirkt werden. Weiterhin zu erwähnen ist, dass L-Arginin die Wände der Blutgefäße stabilisiert sowie die Fließeigenschaft des Blutes erhöht, was wiederum vor einer Trombozytenaggregation (Verklebung von Blutkörperchen) schützt. Eine Blutanalyse ermittelt den individuellen Bedarf der Aminosäure L-Arginin.

Positive Wirkung von L-Arginin auf Herz und Gefäße im Überblick

  • Erweiterung der Blutgefäße
  • Verbesserung der kardialen und peripheren Durchblutung
  • Blutdrucksenkend
  • Schutz vor Arteriosklerose
  • Kann den LDL-Cholesterinspiegel senken
  • Stabilisierung der Blutgefäßwände
  • Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • Schutz vor einer Verklebung der Blutplättchen

L-Arginin für das Immunsystem

Wie wichtig Mikronährstoffe und insbesondere die Aminosäure L-Arginin für das Immunsystem sind, ist aus der hohen Anzahl von Zellen ersichtlich, aus denen das Immunsystem besteht, es sind ungefähr eine Billion! Das Immunsystem muss bei einem Angriff durch Bakterien, Viren, Pilzen u.ä. schnell reagieren können, um einer Schädigung entgegenzuwirken. Bei einem gestörten Abwehrsystem kann die Ursache der defekten Immunkompetenz bei einem Ungleichgewicht der relevanten Mikronährstoffe liegen. Die Folge können Allergien oder Autoimmunerkrankungen sein.Die wichtige Aminosäure L-Arginin ist unverzichtbar für die Bildung des „Zellkampfstoffes“ Stickstoffmonoxid.

Wirkung von L-Arginin auf das Immunsystem im Überblick

  • Sorgt zusammen mit anderen Mikronährstoffen für eine gute Immunkompetenz
  • Kann vor Allergien und Autoimmunerkrankungen schützen

Dosierung von L-Arginin/Einnahme

Um eine optimale Wirkung zu erzielen, ist es besonders wichtig, auf eine individuelle Dosierung von L-Arginin zu achten. Ein hochwertiges, hoch dosiertes Präparat ohne unnötige Zusatzstoffe ist auf jeden Fall zu bevorzugen, um einen sichtbaren und messbaren Erfolg zu erreichen.

  • (Kraft-)Sportler: 4000 mg bis 8000 mg/Tag
  • Aktive Männer: Wirkung ab 3000 mg/Tag, besser: 5000 mg/Tag
  • Herz und Gefäße: mindestens 3000 mg/Tag
  • Immunsystem: ca. 3000 mg/Tag

Gibt es Nebenwirkungen?

Da es sich bei L-Arginin um eine semi-essentielle Aminosäure handelt, die teilweise vom Körper selbst gebildet wird, sind bei einer Befolgung der Verzehrempfehlung keine toxischen Nebenwirkungen zu befürchten. Beim Bodybuilding kann ein „Pump-Gefühl“ auftreten, welches allerdings beabsichtigt ist und die Motivation deutlich steigern kann.

Studiennachweise

  1. „Saito K et al: A significant relationship between plasma vitamin c concentration and physical performance; J. Gerontol A Biol Sci Med Sci.,20.09.2011
  2. „Chen J, Wollman Y, Chernichovsky T, Iaina A, Sofer M, Matzkin H.; Effect of oral administration of high-dose nitric oxide donor L-arginine in men with organic erectile dysfunction: results of a double-blind, randomized, placebo-controlled study; BJU Int. 1999 Feb;83(3):269-73
  3. „Stanislavov R, Nikolova V: Treatment of erectile dysfunction with pycnogenol, L-arginine and L-ornithine“
  4. Park, G, et al „stimulation of lymphocyte natural cytotoxicity by L-Arginine“; The Lancet, March 16, 337 (1991); pp. 645 – 646
  5. Meininger/Wu: Arginine nutrition and cardiovascular function. Journal of Nutrition, S. 2626-2629, 2000
  6. Jobgen: Dietary L-arginine supplementation reduces white fat gain and enhances skeletal muscle and brown fat masses in diet-induced obese rats. Journal of Nutrition, S. 331-336, 1990
  7. Barbul/Efron/Lazarou/Wasserkrug: Arginine enhances wound healing and lymphocyte immune responses in humans. 1990