Magnesium – Lebenswichtiges Mineral

24.08.2017 00:56

Magnesium – Lebenswichtiges Mineral

Viele Menschen leiden heutzutage oft ohne es zu wissen an Magnesiummangel. Eigentlich steht der lebenswichtige Mineralstoff in vielen Lebensmitteln zur Verfügung. Doch wenn Stress und Hektik unseren Alltag bestimmen, kommt gesunde Ernährung schnell zu kurz. Magnesium spielt bei zahlreichen Vorgängen in unserem Körper eine bedeutende Rolle. Es hat nicht nur Einfluss auf die physiologische Funktion der Muskulatur, es trägt auch zur normalen Funktion von Gehirn, Herz, Knochen und Zähnen bei.

Was ist Magnesium eigentlich?

Bei Magnesium handelt es sich um ein chemisches Element aus der Gruppe der Erdalkalimetalle. Magnesium gehört zu den essenziellen Mineralstoffen, ohne die unser Organismus auf die Dauer nicht überlebensfähig wäre. Da der Körper Magnesium nicht selbst bilden kann, muss es täglich in ausreichender Menge zugeführt werden, um die normale Funktion des Körpers zu gewährleisten.

 

 

 

 

Vielfältige Aufgaben im Organismus

Magnesium wird bei vielen Prozessen in unserem Organismus zwingend benötigt und erweist sich als wahrer Alleskönner. Das bestätigt auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (European food safety authority). Sie schreibt dem wichtigen Mineralstoff vielerlei gesundheitsfördernde Eigenschaften zu. Hier die wichtigsten:

Vitale Muskeln und ausgeglichener Elektrolythaushalt

Das Multitalent unter den Mineralstoffen sorgt für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt und damit für eine normale Muskelfunktion. Je weniger von dem lebenswichtigen Wirkstoff in unseren Zellen vorhanden ist, desto durchlässiger werden die Zellmembrane (Zellwände) für den Magnesiumgegenspieler Calcium. Auch Kalium und Natrium können vermehrt in die Zelle eindringen. Dadurch gerät der Elektrolythaushalt ins Ungleichgewicht – die Sensibilität der Nervenzellen wächst und es kann vermehrt zu Muskelkrämpfen kommen. Magnesium wirkt entspannend auf die Muskulatur und beugt unangenehmen Muskelkrämpfen effizient vor.

Initialzündung für den Energiestoffwechsel

Auch beim Energiestoffwechsel spielt Magnesium eine entscheidende Rolle. Es aktiviert das Molekül ATP (Adenosintriphophat), das Energie für die Arbeitsleistung der Zellen freisetzt. ATP ist für die Kurzzeitregeneration von Muskelzellen zuständig, stellt aber auch Energie für den Herzmuskel bereit. Neben diesen wichtigen Aufgaben aktiviert Magnesium rund 300 Enzyme, die für den Energiestoffwechsel unerlässlich sind. Außerdem ist es bei Eiweißsynthese und Zellteilung unverzichtbar.

Balsam für das Nervensystem

Magnesium greift ebenfalls in neuromuskuläre Prozesse ein. Es trägt zu einem normalen Zusammenspiel von Nerven und Muskeln bei und ist daran beteiligt, dass Signale und Botschaften korrekt weitergegeben werden. Magnesiummangel führt zu einer erhöhten Erregbarkeit des Nervensystems. Es werden übermäßig viele Signale von den Nervenzellen ausgesandt – wir reagieren gereizt und nervös. Besonders bei älteren Personen können in der Folge Verwirrtheitszustände auftreten. Viele Menschen fühlen sich bei Magnesiummangel aber auch müde, abgeschlagen und erschöpft.

Erhalt gesunder Knochen und Zähne

Nicht nur Calcium, sondern auch Magnesium trägt maßgeblich zur Stabilität von Knochen und Zähnen bei. Calcium kann nur im Zusammenspiel mit Magnesium seine Funktion erfüllen. Rund 60 % der Gesamtmenge Magnesium werden in Knochen und Zähnen gespeichert. Wird zu wenig des wertvollen Mineralstoffs bereitgestellt, verringert sich auch die Calciumkonzentration – Knochen und Zähne können nicht ausreichend mineralisiert werden.

Die klinisch belegten Wirkungsweisen im Überblick

Magnesium hat Einfluss auf:

  • normale Funktion der Muskeln
  • normale psychische Funktion
  • normaler Energiestoffwechsel
  • normale Funktion des Nervensystems
  • Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung
  • Erhalt von Knochen und Zähnen
  • Eiweißsynthese und Zellteilung
  • ausgeglichener Elektrolythaushalt

Magnesium, welches Präparat ist gut für mich?

Nicht jedes Magnesiumpräparat stellt den lebenswichtigen Mineralstoff in gleichem Maße zur Verfügung. Der wichtige Mineralstoff liegt nicht in reiner Form, sondern in verschiedenen anorganischen oder organischen Verbindungen vor. Dies kann Citrat, Carbonat oder Glycinat, aber auch Sulfat, Orotat, Malat oder Oxid sein. Lange wurde angenommen, dass organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat leichter vom Körper aufgenommen werden können als andere. Aktuelle Studien belegen nun jedoch genau das Gegenteil und brechen eindeutig eine Lanze für Magnesiumoxid. Eine von Shechter et al. durchgeführte Studie aus dem Jahr 2012 belegt, dass Magnesiumoxid zu den Verbindungen zählt, die besonders gut vom Körper verwertet werden können. Sie sollten daher auf ein Präparat zurückgreifen, welches einen hohen Anteil an Magnesiumoxid vorweist.

Erhöhter Magnesiumbedarf in bestimmten Lebensphasen

Gewisse Lebensumstände, Stress und bestimmte Erkrankungen können den Magnesiumbedarf des Körpers signifikant erhöhen. So brauchen Schwangere und Mütter in der Stillzeit deutlich mehr von dem so wichtigen Mineralstoff. Doch auch ein konstant hohes Stresslevel, wie es unser modernes Leben oft mit sich bringt, geht mit einem erhöhten Bedarf einher. Dasselbe gilt für Menschen im fortgeschrittenen Alter oder Kranke, die sich in der Rekonvaleszenz befinden. Ebenso sind Patienten mit Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen auf eine erhöhte Magnesiumzufuhr angewiesen. Bei diesen Erkrankungen wird vermehrt Magnesium ausgeschieden, das dem Organismus nicht mehr zur Verfügung steht. Nicht zuletzt profitieren Ausdauersportler von einer Extradosis des wertvollen Mineralstoffs, der die Muskeln fit hält.

Studiennachweise:

https://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1216

https://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1807

Shechter M, Saad T, Shechter A, Koren-Morag N, Silver BB, Matetzky S. Comparison of magnesium status using X-ray dispersion analysis following magnesium oxide and magnesium citrate treatment of healthy subjects. Magnes Res. 2012 Mar 1;25(1):28-39., (Vergleich des Magnesiumstatus mit Hilfe der Röntgendispersionsanalyse nach Behandlung der gesunden Studienteilnehmer mit Magnesiumoxid und Magnesiumcitrat)