Was sind Vitamine und wofür sind sie überhaupt gut?

13.08.2018 17:05

Überall hört man, wie wichtig Vitamine für den Körper sind und das man immer auf eine ausreichende Versorgung achten sollte. Von schlimmen Schäden ist die Rede, wenn man einen Vitaminmangel hat. Aber stimmt das wirklich?

Ja. Man denke nur mal an die Zeiten, als Seefahrern die Zähne ausfielen, sie schwach und krank wurden. Keiner wusste warum das so ist, bis sie begannen, Orangen, Zitronen und Sauerkraut zu transportieren und diese Lebensmittel zu konsumieren. Hauptsächlich der Vitamin C Mangel sorgte nämlich für das Ausfallen der Zähne, man nannte diese Krankheit "Skorbut". Aber ihnen fielen die Zähne nicht nur aus, sie wurden schwächer und die Knochen wurden brüchig. Sie waren müde und hatten schreckliche Muskelschmerzen, von blauen Flecken am ganzen Körper war die Rede.

Lange Zeit kam niemand dahinter, warum das so war. War es das schlechte Essen, das unstete Leben auf See? Erst im Jahr 1753 kam Dr. Lind, ein Marinearzt, auf die Ursache, dass gewisse Stoffe fehlen könnten und testete an den Matrosen, was helfen könnte. Die einen bekamen Meerwasser, die anderen Schwefelsäure, wieder andere Zitronen und Orangen. Schnell fiel auf, dass die Matrosen, die Orangen und Zitronen zu sich nahmen, wieder zu Kräften kamen, das Zahnfleisch wieder wuchs und die Muskelkraft zurückkehrte. Dr. Lind forschte weiter und teilte seine Ergebnisse mit anderen Ärzten und Kapitänen, so dass sie immer die richtigen Lebensmittel auf ihren langen Reisen dabei hatten.

Also kann ein Mangel richtig schaden! Was sind Vitamine denn überhaupt?

Vitamine sind organische Moleküle, die der menschliche Körper, bis auf wenige Ausnahmen, nicht selbst herstellen kann. Deshalb ist er auf eine externe Zufuhr durch gute und vitaminreiche Ernährung angewiesen.

Es gibt 13 verschiedene Vitamine, die im Körper miteinander arbeiten. Jedes erfüllt seine Aufgabe. Dies bedeutet, dass der Körper auf eine Zufuhr aller Vitamine angewiesen ist, um richtig zu funktionieren. Anders als Fette, Kohlenhydrate oder Eiweiße dienen Vitamine nicht nur als Energielieferanten, sondern steuern Stoffwechselprozesse. Wir benötigen Vitamine also für unser Wachstum, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ohne Vitamine kann der Stoffwechsel nicht funktionieren und schwerwiegende Beschwerden können die Folge sein.

Unterschieden werden Vitamine in wasserlöslich und fettlöslich:

Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12 und Vitamin C.

Diese können vom Körper nicht alle gespeichert werden und sollten daher täglich zugeführt werden. Der Körper verwendet nur die für ihn nötige Menge und schwemmt überflüssige Vitamine wieder aus. Nur Vitamin B12 und Vitamin B3 können im Körper gespeichert werden, dennoch sollte man dafür sorgen, dass diese Speicher nicht "leer laufen"

Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören die Vitamine A, D, E und K

Diese können vom Körper gespeichert werden, sodass er bei Bedarf auf seine eigenen Reserven zurückgreifen kann. Aber auch hier sollte man darauf achten, dass genug vorhanden ist.

Obwohl wir heute leicht die verschiedensten Lebensmittel besorgen können, anders als im Mittelalter, ist ein Vitaminmangel nicht selten. Dies liegt daran, dass Vitamine sehr empfindlich auf äußere Einflüsse reagieren. So können falsche oder zu lange Lagerung und Zubereitung, Hitze, Luft und Licht sie schnell zerstören. Auch unsere hektischen Zeiten verlangen unserem Körper viel ab, so dass ein Mehrbedarf an Vitaminen entstehen kann.

Und da wir nicht täglich alle nötigen Lebensmittel zu uns nehmen können oder wollen, ist ein gutes Ergänzungsmittel natürlich eine sehr gute Alternative, so dass wir immer bestens versorgt sein können!