Cordyceps Sinensis – Ein Multitalent für Power und Gesundheit?

18.09.2018 09:36

Was ist Cordyceps eigentlich?

Cordyceps Sinensis ist ein Pilz, der in den Höhen des Himalaya Gebirges und anderen Bergen Asiens beheimatet ist.

Seit tausenden von Jahren ist seine Wirkung bei den Chinesen bekannt und aufgrund seiner vielen stärkenden Eigenschaften sehr beliebt.

Bei uns bekannt wurde er spätestens in den 90ern, bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften: Chinesische Leichtatlethen stellten ständig neue Rekorde auf! Auch bei den Meisterschaften in Rom, waren es wieder die Chinesen, die alle überholten und neue Rekorde aufstellten. Wie machten sie das nur?

Der damalige Trainer machte eine Kombination aus eisernem Training und der Gabe von Cordyceps für die stolzen Leistungen seines Teams verantwortlich.

Was hat Cordyceps eigentlich mit Raupen zu tun?

Der Pilz selbst kann von sich aus nicht überleben. Er braucht einen Wirt. Diesen findet er in der Raupe eines bestimmten Nachtfalters. Diese befällt er und übernimmt den Wirt vollkommen. Das ganze dauert über den ganzen Winter und im Sommer entsteht dann aus der Hülle der Raupe, die mit Fäden des Pilzes bedeckt ist, der Fruchtkörper, dieser wächst dann aus der Erde hinaus. Er sieht aber nicht typisch aus wie ein Pilz, sondern hat eher die Form eines dickeren Grashalmes.

Aber ist Cordyceps dann nicht selten und unbezahlbar?

In seiner ursprünglichen Form tatsächlich. Zu Kaisers Zeiten kostete ein Gramm Cordyceps viel mehr als Silber, daher war es einzig den Edelleuten vorbehalten, ihn auch zu verwenden.

Um ihn aber einer breiteren Masse zugänglich zu machen, starteten chinesische Wissenschaftler in den 70er Jahren einen Versuch, den wertvollen Pilz sozusagen zu klonen: Sie sammelten verschiedene Arten des Cordyceps und untersuchten sie auf ihre Wirkungen. Sieger wurde eine Cordyceps Art aus Qinghai, die Wissenschaftler gaben ihr den Namen: Cordyceps CS-4.

Was kann Cordyceps Sinensis nun Gutes bewirken?

Viel! Cordyceps scheint wie ein Kraft-Booster auf unsere Zellen zu wirken. Die Sauerstoffversorgung wird verbessert, was das Immunsystem anregt. Außerdem kann mehr Sauerstoff in den Zellen natürlich auch die Energie erhöhen, die Leistungsfähigkeit ankurbeln.

Also ist gerade für Sportler, wie für die oben erwähnten Leichtathleten, Cordyceps Sinensis ein gutes Hilfsmittel. Aber auch auf die Psyche scheint es sich positiv auszuwirken. Auch klar: Gute Sauerstoffversorgung wird im Gehirn, beim Denken und in der Psyche gerne angenommen und kann so für Verbesserungen bei Depressionen sorgen.

Stimmt es, dass Cordyceps auch die Libido erhöht?

Ja, bei Männern und Frauen soll Cordyceps dafür sorgen, dass sie mehr Lust auf Liebe haben. Es geht die Sage, dass der damalige Kaiser von China mit Cordyceps all seine Gattinnen zufrieden stellen konnte.

Cordyceps Sinensis soll auch gegen arthritische Beschwerden helfen

Der Grund ist der Wirkstoff Cordycepin. In Studien konnte man feststellen, dass unter der Gabe von Cordycepin Schmerzen zurückgehen, ähnlich wie unter herkömmlichen Mitteln. Auch die Wirkung von Cordyceps Sinensis auf das Immunsystem steuert hier natürlich mit: Entzündliche Prozesse werden vermindert, Überreaktionen des Immunsystems ausgebremst.

Auch gegen Bluthochdruck und einen zu hohen Cholesterinspiegel scheint Cordyceps Sinensis zu helfen. Forscher fanden heraus, dass Cordyceps die Gefäßwände entspannen kann und so für eine bessere Durchblutung sorgt. Das kann das gesamte Herz-Kreislaufsystem natürlich entlasten.

Fazit:

Jahrtausende Erfahrung mit dem Raupenpilz und heutige Erkenntnisse mischen sich perfekt und zeigen, dass der gute alte Raupenpilz, Cordyceps Sinensis, ein Allroundtalent zu sein scheint, der sich auf den gesamten Organismus positiv auswirken kann: Mehr Ausdauer im Sport und in der Liebe, ein besseres Immunsystem, gute Wirkung auf Gelenke, all das kann für das tägliche Wohlbefinden sehr wertvoll sein! Unter Studie 1 und 2 haben wir Euch die wichtigsten Studien zur Wirksamkeit des Cordyceps Sinensis hinzugefügt, damit Ihr Euch selbst ein Bild machen könnt, was der Raupenpilz noch so alles kann.

Quellen- und Studiennachweise:

Studie 1: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK92758/

Studie 2: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9884180