Curcuma - viel mehr als nur ein Gewürz!

02.08.2018 10:14

Was ist eigentlich Curcuma?

Wir alle erinnern uns vielleicht noch an die Werbung aus den 90ern, als der eine Koch den anderen fragte: "Fehlt noch etwas?" Der andere Koch probiert von seinem Essen und sagt: "A little bit Curcuma!". Als Gewürz also seit vielen Jahren bekannt, ist in unseren Kreisen seine gute Wirkung auf den Körper noch nicht so lange bekannt, wie in anderen Ländern. Curcuma gehört zur Ingwer-Familie und ist auch als Gelbwurz bekannt. Die Pflanze stammt aus Südostasien und gilt dort sogar als heilig. Als Heil-Mittel wird sie in China und in Indien seit tausenden Jahren verwendet.

Von der Pflanze wird der Wurzelstock verwendet. Dieser wird getrocknet und zu Pulver verarbeitet.

Was ist ihr Wirkstoff?

Das Curcumin. Dieses wird seit vielen Jahren als Farbstoff verwendet, für Senf zum Beispiel. Aber Curcuma hat so eine starke Färbekraft, dass die buddhistischen Mönche ihre Kutten sogar damit eingefärbt haben. Auch unser geliebtes Curry hat seine Farbe von Curcuma.

Aber Curcuma kann viel mehr als nur färben und unserem Essen seinen guten Geschmack geben. Allen voran bei Verdauungsproblemen kann Curcuma sehr gute Dienste leisten. Es hilft gegen Völlegefühl, starke Blähungen und gegen Verstopfung. Der Grund: Die Inhaltsstoffe, also das Curcumin, sorgt für eine bessere Bildung von Magensäften und Gallensäften und regt so vor allem die Fettverdauung auf natürliche Weise an. Die Curcumine helfen, Verdauungsenzyme zu bilden und so die Fettsäuren schneller abzutransportieren. (Siehe Studie 1)

Auch beim Abnehmen kann Curcumin helfen: Ist klar, wenn der Fettstoffwechsel und die Verdauung im gesamten angeregt wird, fällt es leichter, abzunehmen. Die Fettsäuren werden schneller aus dem Körper transportiert und können so nicht so leicht ansetzen. Ein logischer Prozess. (Siehe Studie 2)

Aber ist Curcumin nicht dafür bekannt, nicht wasserlöslich zu sein, und somit schlechter verwertbar?

Das ist richtig. Curcumine alleine sind nicht wasserlöslich und werden so kaum vom Verdauungstrakt aufgenommen. Daher kann es seine Wirkung viel besser entfalten, wenn es gemeinsam mit Bioperinen eingenommen wird, auch bekannt als Piperin, das im schwarzen Pfeffer enthalten ist. Bioperin sorgt dafür, dass das Curcumin vom Körper optimal verwertet werden kann. Daher sollte man darauf achten, dass Curcuma Präparate immer auch Bioperine, also Piperin, enthalten. (Siehe Studie 3)

Kann Curcuma noch mehr?

Es sieht so aus! Curcuma, genauer das Curcumin kann bei Arthrose Beschwerden, also Gelenkbeschwerden und bei rheumatischen Beschwerden gute Dienste leisten. Das haben mehrere Studien ergeben (Siehe Studie 4 und 5)

Interessant sind auch die Studien in Bezug auf Alzheimer und Demenzerkrankungen. Die Studie kam zu dem Schluss, dass Curcumin die psychischen Beschwerden und Einschränkungen, die diese Erkrankungen mit sich bringen, innerhalb eines Jahres deutlich verbessern können. Die Gedächtnisleistung nahm in vielen Fällen wieder zu. Die Studie wurde deshalb in Auftrag gegeben, weil man sich wunderte, warum gerade im Südosten Asiens kaum Alzheimer Fälle auftreten, wo doch Curcuma ständig in der Küche verwendet wird! (Siehe Studie 6)

Fazit:

Ja, Curcuma ist mehr als nur ein Gewürz. Man kann es gegen allerlei Verdauungsbeschwerden einsetzen, so dem Körper helfen, Nahrung besser zu verwerten und seine hohen entzündungshemmenden Eigenschaften wirken auf den gesamten Organismus förderlich ein, wie man in den Studien sehen kann. Curcuma Kapseln in Verbindung mit Bioperin, also Piperinen, werden optimal verwertet und liefern so einen guten Beitrag für das gesamte Wohlbefinden.

Quellen- & Studiennachweise:

Studie 1: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4080703/

Studie 2: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26592847

Studie 3: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9619120

Studie 4: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5036591/

Studie 5: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22407780

Studie 6: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3665200/