Wie schädlich sind Energy Drinks?

18.09.2018 09:57

Energy Drinks sind aus dem Leben vieler Jugendlicher, aber auch bei Erwachsenen, nicht mehr wegzudenken.

Aber was ist nun richtig: Machen sie einfach fit und munter, oder sind sie wirklich gesundheitsschädlich, wie man in letzter Zeit immer wieder liest?

Schauen wir uns das mal genauer an, was ist denn überhaupt drin in so einem Energydrink?

Fast alle enthalten:

  • Wasser
  • Vitamine
  • Taurin
  • Guarana
  • Zucker
  • Farbstoffe
  • Koffein
  • Glucuronolacton

Klingt ja erst mal weder gut noch schlecht, oder? Was ist dieses Glucuronolacton?

Glucoronolacton ist das Ergebnis der Umwandlung von Zucker in der Leber. Vereinfacht nennt man sie auch Zuckersäure. Dieser Stoff wird Energy Drinks gerne beigemischt, weil er in Verdacht steht, die Leistung zu puschen. Dafür gibt es aber keine hinreichenden Beweise.

Taurin, der Stoff der starken Stiere, so wird er ja gerne dargestellt. Was ist das denn genau?

Taurin ist eine Aminosäure, gilt als Antioxidans, also als Zellschützer und beschleunigt wohl den Stoffwechsel bei der Zuckerumwandlung. Dies könnte zu einem Schub führen, denn Zucker wirkt ja erst mal stark anregend. Erst mal. Da liegt der Hase im Pfeffer. Denn Zucker, wie wir sicher alle wissen, wirkt, sobald im Blut angekommen, aufputschend. Wenn aber der Blutzuckerspiegel sinkt, dann ist auch der Energieschub vorbei. Oftmals ist man dann müder als zuvor. Man kennt das Phänomen auch von Kakao mit Zucker. Zuerst ist man munter, Kakao wirkt ja in Reinform auch anregend, aber der Zucker macht die gute Wirkung schnell wieder zunichte. Gleiches ist auch von dem ach so wach machendem Traubenzucker bekannt.

Der wohl wichtigste Stoff in Energy Drinks ist aber natürlich das Koffein.

Koffein, allein ist auch nicht böse oder gut. Die Menge ist es, was die Sache kritisch werden lässt. In einem Energydrink ist so viel Koffein, wie in einer Tasse Kaffee. Koffein wirkt anregend und munter machend. Zu viel Koffein wiederum macht nervös, unruhig, führt oft zu Herzrasen und bei manchen auch zu Übelkeit und Kopfschmerzen.

Der Zuckergehalt in Energydrinks ist mit 12g je Dose auch nicht unerheblich. Allerdings wird argumentiert, dass ein Glas Saft nicht weniger Zucker enthält. Bedenken sollte man allerdings, dass die empfohlene Gesamtdosis an Zucker 50g pro Tag nicht überschritten werden sollte. Bei mehreren Dosen pro Tag ist diese Menge schnell erreicht.

Fazit:

Das problematische an Energy Drinks, wenn man es genau nimmt, ist daher keiner der Stoffe alleine. Die Dosis ist das Problem. Wer Kaffee trinkt, braucht keine Energy Drinks zusätzlich. Wer Energy Drinks als Wachmacher zu sich nimmt, sollte den Kaffee weglassen. Insgesamt lässt sich also sagen: Kinder und Jugendliche sollten gar keine Energy Drinks konsumieren. Der viele Zucker, das Koffein, das kann sich nicht optimal auf einen heranwachsenden Menschen auswirken. Zumal man bedenken muss, dass auch die Zähne und die Knochen unter der übermäßigen Zufuhr leiden können. Menschen, die zu Nervosität neigen oder gar zu Herzrhythmusstörungen, sollten komplett die Finger von Koffeinhaltigen Getränken lassen.

Für gesunde Erwachsene gilt die Empfehlung: Wer sie gerne trinkt, muss nicht ganz auf sie verzichten. Allerdings sollte man nicht mehr als 2 Dosen pro Tag konsumieren und dann nach Möglichkeit auf andere Getränke, die Koffein enthalten, wie Kaffee oder Schwarzer Tee, verzichten. Grundsätzlich spricht also nichts gegen Energy Drinks, solange sie in Maßen verzehrt werden.