Kupfer - Ein unterschätztes Spurenelement?

18.09.2018 09:42

Wir alle wissen, wie wichtig Eisen, Zink und Selen für unseren Körper sind. Aber über Kupfer hört man kaum etwas, dabei ist es ebenso wichtig! Dabei ist es lebenswichtig, es ist nach Zink und Eisen das wichtigste Spurenelement, was unser Körper für einen gesunden Zustand benötigt. Selbst herstellen kann er es leider nicht.

Kupfer, seine Formel ist "Cu", ist für die Blutbildung wichtig, ebenso in unserem zentralen Nervensystem für viele Prozesse unentbehrlich. Ohne Kupfer wären wir sehr farblos, da Kupfer für den Pigmentstoffwechsel sorgt. Zudem sorgt Kupfer überhaupt erst für die Aufnahme von Eisen aus unserer Nahrung.

Was für Funktionen hat Kupfer noch im Körper?

Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme in unserem Körper und sorgt so mit für ein Schutzschild gegen freie Radikale, wirkt daher als Antioxidans. Zudem versorgt Kupfer die Zellen mit Energie. In der Blutbildung sorgt es mit für Hämoglobin, also den roten Blutfarbstoff und auch für die roten Blutkörperchen.

Da Kupfer für die Verwertung von Eisen unentbehrlich ist, liegt es nahe, dass bei einer Anämie, also Blutarmut, ein Kupfermangel vorliegen könnte. Weiterhin sorgt Kupfer mit für die Bildung von Kollagen und Bindegewebe, sorgt also mit für eine gute Beweglichkeit und straffe Haut. Kupfer soll zudem das Immunsystem mobilisieren und Entzündungen hemmen.

Woran merkt man, das ein Kupfermangel vorliegen könnte?

Da Kupfer an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist, kann sich ein Mangel in vielerlei Formen zeigen: u.a. in Schwäche, Blutarmut, Antriebslosigkeit, Haarausfall, frühzeitiges Ergrauen der Haare, eine erhöhte Infektanfälligkeit und Hauterkrankungen, wie trockene oder schuppige Haut. Da Kupfer mit anderen Spurenelementen interagiert, kann hier oft ein Mangel an mehreren Stoffen vorliegen.

Ich habe noch nie von Kupfermangel gehört, woher kommt das, ist Kupfer wirklich so wichtig?

Seltsamerweise wird beim Tier viel eher auf eine ausreichende Kupferversorgung geachtet als beim Menschen. Früher konnte ein Kupfermangel beim Menschen auch gar nicht so leicht entstehen, da überwiegend mit Kupfergeschirr gekocht wurde. Kupfer ist kein Vitamin, verkocht also nicht, und da das Kochgeschirr auch immer geringe Mengen abgab, konnte eine Unterversorgung praktisch gar nicht entstehen. Heutzutage aber wird eigentlich gar nicht mehr mit Kupfer in der Küche gearbeitet, Edelstahlgeschirr bestimmt unsere Küche. Erstaunlich, wie so eine Kleinigkeit den ganzen Organismus beeinflussen kann, über sowas denkt man kaum nach. Unsere Großeltern wussten also wirklich genau, was sie taten, bzw. nutzten noch instinktiv die richtigen Hilfsmittel.

Kann ich Kupfer über die Nahrung beziehen?

Ja, Kupfer ist unter anderem in Kakaopulver, Haselnüssen, Cashewnüssen und Emmentaler Käse enthalten.

Weitere Lebensmittel, die viel Kupfer enthalten, findet Ihr in Quelle 1.

Kann man Kupfer auch überdosieren?

Ja, man sollte sich schon an die empfohlene Tagesdosis halten. Diese liegt bei 5mg pro Tag.

Es gibt verschiedene Empfehlungen, der Orthomolekularmediziner Dr. Werbach empfiehlt bis zu 4mg pro Tag.

Fazit:

Gemeinsam mit Selen und Zink sollte das wichtige Spurenelement Kupfer nicht unterschätzt werden. Es trägt mit zu einer guten Funktion unseres Organismus bei und man sollte daher auf eine ausreichende Versorgung mit diesem wichtigen Spurenelement achten. Richtig dosiert, scheint es einen sehr wichtigen Beitrag für unsere Gesundheit zu leisten.

Quellen- und Studiennachweise:

http://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Kupfer/Lebensmittel.html

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8562283