Adaptogene Pflanzenstoffe

13.08.2018 16:53

Was ist das und für was sind sie gut?

1947 entstand der Begriff "Adaptogene" durch Nicolai Lazarev. Er forschte nach Pflanzen, welche die eigene Abwehr stärken können. In den 60er Jahren forschte Israel Brekhman, ein Biologe aus der ehemaligen Sowjetunion, intensiv an adaptogenen Pflanzenstoffen. Er gilt bis heute als der Vater der Adaptogene. Das Wort selbst stammt aus dem englischen "To adapt", was bedeutet: "sich anpassen".

Adaptogene Pflanzenstoffe, das sind zusammengefasst alle uns bekannten guten Pflanzenstoffe wie die Flavonoide, Polysaccharide, Polyphenole usw.

Ihre Aufgabe ist es, unseren Körper vor den, immer größer werdenden, Anforderungen zu schützen, den Stress zu mindern, unsere Zellen zu entlasten. Sie sollen uns stärken, belastbarer machen, sowie körperlicher und seelischer Überlastung entgegen wirken.

Sie machen auch fitter, aber im Gegensatz zu den bekannten Fit-machern, wie Kaffee und schwarzer Tee, ohne Herzrasen und Nervosität verursachen zu können. Adaptogene Planzenmittel wirken eher ausgleichend und überfordern den Körper nicht noch zusätzlich.

Der größte Vorteil von Adaptogenen:

Wie ein schlafender Helfer greifen sie erst ein, wenn sie gebraucht werden. Wenn wir zu stark beansprucht werden, wirken sie beruhigend, wenn wir funktionieren sollen, wirken sie anregend.

Besonderer Vorteil: Sie wirken ganzheitlich.

Nicht nur schützend auf unsere Körperzellen, sondern auch auf unsere Psyche. Die ausgleichende Wirkung macht sich im ganzen Körper bemerkbar. Man ist belastbarer, hält zum Beispiel im Winter mehr Kälte und im Sommer mehr Hitze aus. Zudem sorgen adaptogene Pflanzenstoffe für eine bessere Leberfunktion und für ein gutes Immunsystem. Toxine und andere Schadstoffe werden schneller abtransportiert.

Aber wie wirken sie denn nun genau?

Adaptogene Pflanzenstoffe wirken wie eine Barriere gegen Stressauslöser. In stressigen Zeiten wird vermehrt Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Die Pflanzenstoffe setzen hier an, steuern praktisch den Ausgleich, damit der Körper nicht überfordert wird und wirken so harmonisierend. Und im Gegensatz zu chemischen Stoffen, wirken sie im ganzen Körper, nicht nur in den aktuell betroffenen Bereichen. Beispielsweise Beruhigungsmittel wirken einfach nur dämpfend, nicht ausgleichend.

Welche Pflanzen enthalten denn nun adaptogene Pflanzenstoffe?

Pilze wie Reishi und Shiitake, aber auch Rosenwurz, Lavendel und Maca. Besonders beliebt unter den adaptogenen Pflanzenstoffen ist aber Ginseng.

Ginseng ist wohl mit das älteste Naturmittel und vor allem aus der asiatischen Medizin bekannt. Ginseng hat einen positiven Effekt auf die Dopamin - und Serotoninbildung und wirkt so direkt auf das seelische Gleichgewicht ein. Ginseng regt das denken an und fördert die Konzentration erheblich.

Nervöse Störungen werden sanft behoben und so natürlich der Körper im gesamten entlastet. Ohne starken Stress ist man ganz klar leistungsfähiger, weniger anfällig für Infektionskrankheiten und belastbarer im Sport, dem Alltag, dem Job.

(Siehe Studie 1)

Fazit:

Stress ist ja nicht immer schlecht, das sollte man noch erwähnen. Aber wenn der Stress des alltäglichen Lebens an die Gesundheit, an das Wohlbefinden geht, ist man doch dankbar für natürliche Hilfen, wie adaptogene Pflanzenstoffe sie liefern können. Man darf also sagen: Adaptogene Pflanzenstoffe, wie z.B. Ginseng, sind durch ihre ganzheitliche Wirkung nur zu empfehlen. Im Gegensatz zu anderen Puschern machen sie nicht abhängig und wirken genau dann, wenn sie wirken sollen. Beruhigend bei Stress, anregend bei Erschöpfung. Was will man mehr?

Quellen- & Studiennachweise:

Studie 1: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3155223/