Vitamin E schädlich?

19.09.2018 10:24

Dieses Vitamin steht immer wieder in der Kritik, es soll schädlich sein, dann wieder gut, die Verbraucher sind zu recht verunsichert. Schauen wir mal genauer hin:

Für was ist Vitamin E überhaupt gut?

Vitamin E hat eine wichtige Funktion für unsere Körperzellen. Es wirkt zellschützend und trägt so zu einem gut funktionierenden Immunsystem bei. Zudem hilft es, den Sauerstoffgehalt in den Zellen zu erhöhen. Freie Radikale, also Stoffe, die unserem Körper schaden können, werden ausgebremst. Vitamin E sorgt daher im gesamten Körper, in den Nerven, den Muskeln und unserem Blut mit für einen gesunden Stoffwechsel.

Die Blutgerinnung wird verlangsamt, es wirkt als natürliches Blutverdünnungsmittel, soll aber keine starke Blutungsneigung hervorrufen - Regulierend ist wohl die beste Bezeichnung. Zudem gilt Vitamin E als guter Nervenschutz. Es schützt vor Überreizung der Nerven und kann somit belastbarer für die Anforderungen des Alltags machen. Auch für schöne Haut und kräftiges Haar soll es sehr nützlich sein.

Wie macht sich ein Vitamin E Mangel bemerkbar?

  • Unter anderem durch eine erhöhte Infektanfälligkeit
  • Allgemeine Schwäche
  • Blutarmut
  • Unfruchtbarkeit
  • Rissige Haut
  • Gestörte Wundheilung

Wann braucht man besonders viel Vitamin E?

Ein erhöhter Bedarf besteht, wenn viel Sport getrieben wird, wenn man erhöhtem Stress ausgesetzt ist und wenn die Ernährung einfach zu wenig Vitamin E enthält.

In welchen Lebensmitteln ist denn Vitamin E?

In Nüssen, Vollkornprodukten und pflanzlichen Ölen ist besonders viel Vitamin E enthalten.

Sind Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin E schädlich?

Hier kommt es auf die Menge an und aus was das Nahrungsergänzungsmittel besteht. Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das bedeutet, man sollte es nicht überdosieren und man sollte keine künstlich hergestellten Vitamine zu sich nehmen. Bei wasserlöslichen Vitaminen ist das nicht gefährlich, ein Überschuss wird ganz normal über die Verdauung ausgeschieden. Bei fettlöslichen Vitaminen ist das nicht gewährleistet, daher sollte man immer auf die Dosierung achten und nur hochwertige Präparate verwenden.

Aber woran erkenne ich hochwertige Vitamin E Präparate?

Man sollte hier genau auf die Zutaten achten. Wenn dort beispielsweise als Inhaltsstoff "dl-alpha-Tocopherol oder all-rac-alpha-Tocopherol" steht, ist es synthetisch, also künstlich. Natürliches Vitamin E hat die Bezeichnung "D-alpha". Der eine Buchstabe, also das "L", macht hier den Unterschied. "D-alpha" stammt aus natürlichen Quellen wie beispielsweise Sojaölen, "DL-alpha" ist synthetisch. Wer es noch genauer wissen möchte, unter Quelle 1 findet Ihr weitere Informationen.

Was ist nun mit der Schädlichkeit. Darf ich überhaupt Vitamin E zu mir nehmen in Form von Kapseln?

Wie bei so vielem ist es geboten, die tägliche Verzehrempfehlung nicht zu überschreiten und die Ernährung zu überprüfen, ob bereits genug Vitamin E mit der Nahrung zugeführt wird. Aber wer ist schon täglich viel Müsli, Nüsse oder trinkt Öl? Im Zweifelsfall natürlich immer den Arzt fragen.

Fazit:

Vitamin E ist an sich keinesfalls schädlich. Sofern man die Verzehrempfehlungen beachtet und die tägliche Höchstdosis nicht überschreitet, kann Vitamin E einen wertvollen Beitrag für einen rundum gesunden Stoffwechsel leisten und Beschwerden vorbeugen. Die natürliche Form von Vitamin E in Nahrungsergänzungsmitteln sorgt für eine hohe Bioverfügbarkeit und kann daher seine Wirkung optimal entfalten.

Quellen- und Studiennachweise:

Quelle 1: https://prozesstechnik.industrie.de/food/auf-die-herkunft-kommt-es-an/

Quelle 2: Ruth Porter: Biology of vitamin E. CIBA Pharmaceutical Co., 1983, ISBN 0470718528