Weihrauch  – Natürliche Hilfe seit tausenden von Jahren

02.08.2018 10:28

Weihrauch, auch bekannt als Boswellia serrata, ist das natürliche Harz des großen indischen Weihrauchbaumes. Weihrauch wächst hauptsächlich in den trockenen Bergregionen Nordost-Indiens.

Was kann Weihrauch?

Weihrauch, hier denkt man irgendwie automatisch an die Kirche. Mit Weihrauch wird auch in magischen Ritualen gearbeitet, zum austreiben schlechter Energien oder dem vertreiben böser Geister. Aber Weihrauch kann so viel mehr!

Nicht umsonst wird Weihrauch seit tausenden von Jahren in der Naturheilkunde eingesetzt. Man wusste schon früh, dass Weihrauch sowohl oberflächlich auf der Haut gute Dienste leistet, als auch innerlich bei asthmatischen Erkrankungen und rheumatischen Beschwerden helfen kann. Es wurde bereits im alten Ägypten unter anderem zur Behandlung von Wunden und zur Desinfektion verwendet. Hippokrates, Hildegard von Bingen, alle wussten um die guten Wirkungsmöglichkeiten des Weihrauchs.

Was genau sorgt denn im Weihrauch für so gute Ergebnisse?

Es liegt an der besonderen chemischen Zusammensetzung. Diese wirkt sich regulierend auf das gesamte Immunsystem aus. Entzündungsauslöser werden durch die Boswellia Säuren gehemmt. Sie wirken regulierend auf die weißen Blutkörperchen, ebenso auf die T-Zellen Funktion, die für das Immunsystem unentbehrlich sind. Außerdem scheinen sie die Immunglobuline zu regulieren, welche für die Abwehr von Bakterien und Viren zuständig sind.

In welchen Bereichen ist Weihrauch also besonders wertvoll?

Bei Arthritis und Rheuma

Hier sind besonders die entzündungshemmenden Stoffe für eine Besserung zuständig. Es wurde erwiesen, dass Weihrauch wie Ibuprofen wirken kann, allerdings ohne die Nebenwirkungen der gängigen Medikamente. (Siehe Studie 1)

Boswellia Serrata hemmt Entzündungen deutlich und kann so gegen die Auslöser von arthritischen Erkrankungen direkt wirken. Auch bei Wunden kommt diese Wirkung natürlich gut an, die Gefahr, dass sich diese entzünden, wird eingedämmt. Bei Rheuma und Arthritis stellte sich eine schnellere Wieder-Beweglichkeit der Patienten ein. Viele davon waren zuvor gar nicht mehr in der Lage zu arbeiten, oder gar bettlägerig durch die starken Schmerzen.(Siehe Studie 2)

Bei entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn

Die Boswellia Säuren können hier für eine deutliche Linderung der Beschwerden sorgen. Geheilt werden kann Morbus Crohn damit leider nicht. Aber die schmerzhaften Schübe der Krankheit auf jeden Fall gelindert werden, was natürlich sehr wertvoll ist. (Siehe Studie 3)

Weihrauch bei Asthma

Da auch Asthma eine entzündliche Ursache hat, liegt die Vermutung nahe, dass Weihrauch, bzw. Boswellia Serrata hier helfen kann. Die angegriffenen Bronchien entspannen sich, die entzündlichen Prozesse werden gemindert. (Siehe Studie 4)

Weihrauch kann aber nicht nur bei Krankheiten gute Dienste leisten, auch für das Wohlbefinden im Allgemeinen ist es empfehlenswert. Weihrauch hebt die Stimmung, ist gut für unser Immunsystem und kann sich so insgesamt positiv auf unseren Körper und die Psyche auswirken.

Fazit:

Über Boswellia Serrata lässt sich vor allem eines sicher sagen: Jahrtausende wird es angewandt und geschätzt, von vielen Völkern unserer Erde. Selbst Heilkundige der alten Zeit waren überzeugt von den guten Wirkungen. Es wird mit Hochdruck an weiteren Studien gearbeitet, da es auch möglich sein kann, schwerere Erkrankungen mit Weihrauch zu stoppen, oder zumindest stark zu lindern. Hier darf man gerne dran bleiben, was die Zukunft noch Gutes zum Vorschein bringt über den Weihrauch,  der jetzt schon vielen Menschen auf der ganzen Welt so viele Vorteile bringt.

Quellen- & Studiennachweise:

Studie 1: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25918809

Studie 2: https://arthritis-research.biomedcentral.com/articles/10.1186/ar2461

Studie 3: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23981095

Studie 4: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26502867